Die Edelmetallmärkte haben in den vergangenen Tagen eine spürbare Korrektur erlebt. Nach einer aussergewöhnlich starken Rally bei Gold und bei Silber kam es zu teils deutlichen Preisrückgängen. Auslöser war vor allem eine Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen in den USA, nachdem mit Kevin Warsh ein Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank Federal Reserve nominiert wurde, dem Beobachter eine eher orthodoxe, tendenziell restriktivere Linie zutrauen. In der Folge legte der US-Dollar zu, Zinssenkungserwartungen wurden zurückgenommen – Faktoren, die kurzfristig belastend auf die Edelmetallpreise wirkten. Zusätzlich verstärkten Gewinnmitnahmen nach zuvor erreichten Rekordständen die Bewegung.
Viele Anleger fragen sich nun, wie diese Entwicklung einzuordnen ist. Entscheidend ist die Perspektive: Korrekturen nach starken Preisanstiegen sind grundsätzlich normal und aus Marktsicht gesund. Sie bauen Übertreibungen ab, reduzieren spekulative Überhitzungen und tragen zur Stabilisierung der Märkte bei. An den übergeordneten Fundamentaldaten hat sich nichts geändert: Geopolitische Spannungen, eine hohe globale Staatsverschuldung, politische Unsicherheiten rund um die Geldpolitik und Fragen der Notenbank-Unabhängigkeit sowie ein weiterhin fragiles Vertrauen in langfristige Währungsstabilität sprechen weiterhin für Gold als Absicherungsbaustein. Silber bleibt darüber hinaus durch seine doppelte Rolle gestützt: als monetäres Edelmetall und als industriell stark nachgefragter Rohstoff, etwa für Energiewende, Elektromobilität und Elektronik.
Gold als Teil der Vermögensstruktur
Es zeigt sich immer wieder: Gold ist ein strategischer Vermögensbaustein, aber kein Einbahnstrassen-Investment. Phasen der Konsolidierung oder auch stärkere Rücksetzer sind nach aussergewöhnlichen Rallys nicht ungewöhnlich und sicherlich kein Zeichen nachlassender Bedeutung von Edelmetallen, sondern Teil eines funktionierenden Marktes. Viele Kundinnen und Kunden sind in den vergangenen Wochen unserem Rat gefolgt und haben ein Rebalancing vorgenommen. Dabei geht es darum, die ursprüngliche Gewichtung innerhalb des Edelmetall- oder Gesamtportfolios zu überprüfen und gegebenenfalls wiederherzustellen. Auf diese Weise lassen sich Risiken steuern und die langfristige Vermögensstruktur stabil halten.
Langfristig investieren mit Augenmass
Für Anlegerinnen und Anleger, die nicht auf einzelne Einstiegszeitpunkte setzen möchten, kann ein Goldsparplan eine sinnvolle Ergänzung sein. Durch regelmässige Investitionen zu festen Beträgen werden über einen längeren Zeitraum hinweg schrittweise physische Edelmetalle erworben. Die Käufe erfolgen dabei zu unterschiedlichen Preisniveaus, sodass sich über die Zeit ein geglätteter durchschnittlicher Einstiegspreis ergibt – häufig auch als Mischpreis bezeichnet. Dieser Mechanismus wird als Cost-Average-Effekt beschrieben.
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