In der nordostchinesischen Provinz Liaoning wurde das grösste Goldvorkommen in der Geschichte des Landes entdeckt. Der sogenannte Dadonggou-Fund umfasst nach offiziellen Angaben beeindruckende 1.444 Tonnen Gold, verteilt auf knapp 2,6 Milliarden Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 0,56 Gramm pro Tonne Gestein. Es ist das erste Mal, dass in China ein einzelnes Goldvorkommen mit über 1.000 Tonnen nachgewiesen wurde – ein Fund von globaler Bedeutung.
Obwohl der Goldgehalt von 0,56 Gramm pro Tonne Erz im unteren Bereich liegt, ermöglichen das aussergewöhnlich grosse Volumen und die günstige Lagerstättengeometrie einen wirtschaftlich rentablen Abbau. Der Tagebau reicht bis in 720 Meter Tiefe und weist eine Mächtigkeit von über 500 Metern auf. Eine bereits abgeschlossene Machbarkeitsstudie bestätigt die Rentabilität des Projekts. Chinesische Medien sprechen von einem „supergrossen Fund“, der als strategischer Rohstoff die Position des Landes auf dem Weltmarkt stärken soll.
Der geschätzte Marktwert des Goldes liegt – bei aktuellen Rekordpreisen – bei rund 166 Milliarden Euro. Zwar ist diese Summe theoretisch und verteilt sich auf Jahrzehnte der Förderung, doch schon heute rückt Liaoning damit ins Zentrum geopolitischer Aufmerksamkeit. Ein Industriepark zur Verarbeitung des Goldes ist in Planung, Investitionen in Milliardenhöhe angekündigt.
International reiht sich der Fund unter die bedeutendsten Goldlagerstätten der Gegenwart ein. Zwar bleibt das südafrikanische Witwatersrand-Becken mit über 50.000 Tonnen Gold unerreicht, doch im Vergleich mit aktiven Minen wie Muruntau (Usbekistan) oder dem Carlin Trend (USA) stellt Dadonggou eine neue Top-Lagerstätte dar – besonders für China, dessen bisher grösste Einzelmine (Sanshandao) bei etwa 470 Tonnen lag.
Für China kommt der Fund zur rechten Zeit: Das Land baut seit Jahren seine Goldreserven aus und reduziert parallel seine Bestände an US-Staatsanleihen. Beobachter sehen darin eine De-Dollarisierungsstrategie – Gold als sicherer Anker in geopolitisch unruhigen Zeiten. Der Fund könnte dabei helfen, die Inlandsversorgung zu stärken und langfristig die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu fördern.
Während die globale Goldproduktion seit Jahren stagniert, könnte Dadonggou neuen Schwung bringen. Der geplante Abbau soll ab 2028/29 beginnen – vorausgesetzt, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Genehmigungen verlaufen reibungslos. Schon jetzt gilt der Fund als Paradebeispiel für moderne Rohstofferkundung: Nur 15 Monate dauerten die geologischen Untersuchungen – ein Rekord in der Branche.
Noch ist offen, wie stark die Förderung ausfällt und welchen Einfluss das Projekt auf Umwelt und Bevölkerung haben wird. Doch eins steht fest: China hat eine Schatztruhe geöffnet – mit Gold für Generationen.
Bildnachweis: NuriAlam
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Bildquelle: www.stock.adobe.com
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