Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, steht häufig vor einer grundlegenden Entscheidung: Soll das verfügbare Kapital auf einmal investiert werden oder ist es sinnvoller, regelmässig kleinere Beträge anzulegen? Gerade bei Sparplänen auf Aktien, ETFs oder Edelmetalle fällt in diesem Zusammenhang immer wieder ein Begriff: der Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt.
Der Cost-Average-Effekt beschreibt einen Mechanismus, der bei regelmässigen Investitionen eines festen Geldbetrags in eine schwankende Anlage entstehen kann. Er hilft Anlegern dabei, Marktschwankungen systematisch für ihren langfristigen Vermögensaufbau zu nutzen.
Cost-Average-Effekt: Bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile erwerben
Der Cost-Average-Effekt beruht auf einem einfachen Prinzip. Investiert ein Anleger beispielsweise jeden Monat denselben Geldbetrag in einen ETF, einen Fonds oder einen Goldsparplan, richtet sich die Anzahl der gekauften Anteile automatisch nach dem aktuellen Kurs.
Stehen die Kurse hoch, reicht der Anlagebetrag für weniger Anteile. Fallen die Kurse, werden für denselben Betrag entsprechend mehr Anteile erworben. Der Anleger muss den Markt dabei weder beobachten noch den vermeintlich besten Kaufzeitpunkt finden – der Sparplan übernimmt diesen Mechanismus automatisch. Wichtig ist jedoch: Der Cost-Average-Effekt ist kein Garant für höhere Renditen. Sein Vorteil besteht vielmehr darin, Marktschwankungen systematisch zu nutzen und das Risiko zu verringern, den gesamten Anlagebetrag unmittelbar vor einem Kursrückgang investiert zu haben.
Regelmässig investieren statt den perfekten Einstiegszeitpunkt suchen
Für viele Anleger liegt der grösste Vorteil eines Sparplans darin, dass er emotionale Entscheidungen reduziert. Da sich die Entwicklung der Finanzmärkte kaum zuverlässig vorhersagen lässt, fällt es vielen Menschen schwer, den vermeintlich richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden. Ein Sparplan nimmt diese Entscheidung weitgehend ab und sorgt dafür, dass kontinuierlich investiert wird – unabhängig von kurzfristigen Marktbewegungen.
Besonders sinnvoll ist dieses Vorgehen für Anleger, die ihr Vermögen Schritt für Schritt aus ihrem laufenden Einkommen aufbauen möchten. Wer kein grösseres Startkapital besitzt, kann auf diese Weise bereits mit kleinen regelmässigen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen.
Auch im Edelmetallbereich spielt der Cost-Average-Effekt eine wichtige Rolle. Mit dem Goldsparplan von pro aurum können Anleger regelmässig in physisches Gold investieren und den Cost-Average-Effekt für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen. So lässt sich Gold schrittweise aufbauen, ohne den vermeintlich perfekten Kaufzeitpunkt bestimmen zu müssen.
Der Cost-Average-Effekt gehört damit zu den bekanntesten Grundprinzipien des langfristigen Vermögensaufbaus.
Bildnachweis: Mirivox
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